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Wann sich das Verschenken lohnt

Wenn eine Immobilie vererbt wird, bittet der Fiskus zur Kasse. Günstiger kann es sein, das Haus vor dem Erbfall zu übertragen, also zu schenken. Aber nicht jeder spart dabei gleich viel. Deshalb sollten Eigentümer wissen, wann und wie sich Schenken lohnt.

Knapp 109 Milliarden Euro haben die Deutschen 2016 geerbt und geschenkt bekommen. Rund ein Drittel davon war steuerpflichtig und bescherte dem Staat Steuereinnahmen in Höhe von fast 7 Milliarden Euro – das teilte das Statistische Bundesamt mit. Laut Schätzungen soll vererbtes und verschenktes Vermögen bis 2020 auf 330 Milliarden Euro steigen. Fast Dreiviertel davon sind Immobilien.

Hannelore B. ist 81. Auch für sie stellt sich die Frage, was aus ihrem Häuschen werden soll. Denn das Wohnen in den eigenen vier Wänden fällt ihr immer schwerer. Die Treppen zu erklimmen und das ganze Haus sauber zu halten wird für sie immer anstrengender. Sie überlegt in eine Einrichtung für betreutes Wohnen zu ziehen. Doch was macht sie dann mit dem Haus? Eigentlich ist sie immer davonausgegangen, dass ihr Sohn Thomas das Haus erben wird. Aber was wird nun damit?

Eine Freundin gibt ihr den Tipp, sie kann es schon auf ihren Sohn übertragen, es ihm also schenken. Sie hat gehört, dass Erben so vielleicht Steuern sparen können. Hannelore soll sich aber nochmal von einem Fachmann beraten lassen. Sie fand die Idee nicht schlecht und besprach sie mit ihrem Sohn Thomas. Dieser suchte daraufhin einen Notar, um zu besprechen, ob eine Schenkung möglich ist. Beim Notar wurden Hannelore und Thomas darüber aufgeklärt unter welchen Bedingungen eine Schenkung erfolgen kann. Der Notar erklärte ihnen, dass keine Steuern anfallen, wenn der Wert des Hauses einen bestimmten Betrag nicht übersteigt. Jetzt müssen Hannelore und Thomas nur noch wissen, wie viel das Haus wert ist. Doch wer bestimmt das überhaupt?

Der Notar erklärte ihnen dass für die Ermittlung des Immobilienwertes das örtliche Finanzamt zuständig ist. Allerdings berücksichtigt das am Haus keine individuellen Besonderheiten wie eine am Haus vorbeilaufende Autobahn oder einen feuchten Keller. Er meinte, dass unter Umständen der Wert höher geschätzt werden könnte, als er real am Markt ist. Somit könnter der steuerfreie Betrag überstiegen werden und Steuern anfallen. Daher empfahl er beiden einen Immobilienexperten, wie einen Makler zu beauftragen, der die Immobilie bewertet. Dieser bezieht bei der Bewertung auch solche Details mit ein.

Thomas hat sich danach im Internet schlau gemacht und einen vertrauensvollen Makler gefunden. Diesen hat er mit einer Immobilienbewertung beauftragt. Durch sein Expertenwissen, die Kenntnis der aktuellen Situation am Immobilienmarkt, seiner Erfahrung und unter Berücksichtigung lokaler Marktfaktoren hat dieser den Wert des Hauses ermittelt. Dies ergab, dass Hannelore das Haus steuerfrei an Thomas verschenken kann. Beide sind glücklich, dass für die Zukunft des Hauses gesorgt werden konnte.

Haben Sie Fragen zur Erbimmobilie oder möchten Sie wissen, was Ihre Immobilie wert ist? Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gern.

Foto: © sqback

Verkauft! – An den Meistbietenden

Viele Eigentümer bieten ihre Immobilie zu einem höheren Preis an, um Verhandlungsspielraum zu haben. Doch gerade wird wegen des zu hohen Preises kein Käufer gefunden. Die Immobilie steht zu lange zum Verkauf. Interessenten werden skeptisch. Am Ende muss das Objekt für weniger verkauft werden, als es wert ist. Ein Bieterverfahren kann da eine Alternative sein.

Wer für seine Immobilie einen niedrigeren Einstiegspreis wählt, erhöht die Nachfrage. Gibt es genügend Interessenten, die das Objekt sicher kaufen wollen, kann ein Profimakler ein Bieterverfahren durchführen. Hier kann der Makler als neutraler Vermittler helfen. Ein Bieterverfahren stärkt die Verhandlungsposition. Aber es ist weder eine Auktion, noch eine Zwangsversteigerung. Es eignet sich einerseits besonders bei Objekten, bei denen eine extrem hohe oder eine extrem niedrige Nachfrage besteht. Andererseits ist es auch bei Immobilien sinnvoll, die sehr modernisierungs- oder sanierungsbedürftig sind. Aber Vorsicht! Es gibt auch Risiken. Auf jeden Fall sollten Verkäufer sich darauf gut vorbereiten oder es einem Immobilienexperten überlassen.

Um ein Bieterverfahren durchzuführen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Es kann eine „Open House“-Besichtigung durchgeführt werden. Es gibt einen Besichtigungstermin, an dem alle Interessenten erscheinen. Dort wird auch das Bieterverfahren eröffnet. Dadurch ersparen sich Verkäufer viele Besichtigungstermine. Allerdings hat dieses Verfahren hat auch Nachteile: Der Verkäufer muss im Vorfeld viel Marketing betreiben, um möglichst viele Interessenten zum Besichtigungstermin zu finden. Außerdem hat er bei einer Besichtigung mit vielen Interessenten nur schwer die Möglichkeit, alle genau einzuschätzen. Denn gelegentlich erscheinen auch Schnäppchenjäger zu solchen Terminen, die kein seriöses Angebot abgeben. Erfahrene Makler jedoch können Interessenten sehr gut einschätzen.

Profimakler empfehlen Einzelbesichtigungen mit der Option auf ein Bieterverfahren. Hier verläuft zunächst alles wie ein gewöhnlicher Hausverkauf. Bei den Einzelbesichtigungen können die für ein Bieterverfahren geeigneten Interessenten leichter herausgefiltert werden. Allerdings muss hierbei in den Anzeigen auf Folgendes hingewiesen werden: 1. Dass je nach Nachfrage ein Bieterverfahren durchgeführt werden kann. 2. Dass derjenige den Zuschlag erhält, der das höchste Gebot mit gesicherter Finanzierung abgibt. 3. Dass der Verkaufspreis vom Angebotspreis nach oben hin abweichen kann.

Nachdem der Makler die passenden Interessenten herausgefiltert hat, informiert er sie über das Bieterverfahren und gibt ihnen die Möglichkeit bis zu einem festen Zeitpunkt, ihr Angebot schriftlich abzugeben. Nach Ablauf der Frist teilt der Makler den Interessenten mit, wer den Zuschlag erhält. Dabei ist das Angebot nicht bindend wie bei einer Auktion. Falls die Angebote zu niedrig sind, muss der Verkäufer keines akzeptieren. Umgekehrt kann aber auch der Bieter von seinem Angebot zurücktreten.

Möchten Sie den optimalen Preis aus Ihrer Immobilie herausholen? Kontaktieren Sie uns. Wir erledigen das für Sie.

Foto: © Avosb

Alle Unterlagen beisammen

Schnitzeljagd: Welche Unterlagen brauche ich für den Immobilienverkauf?

Energieausweis, Grundbuchauszüge, Baupläne – wer seine Immobilie verkaufen will, sucht sich meist den Wolf nach den nötigen Unterlagen. Fehlt etwas oder sind Dokumente abgelaufen, bleibt einem der Gang zu Ämtern und Behörden nicht erspart. Damit Sie sich nicht lang mit der Suche aufhalten, haben wir die nötigen Unterlagen zusammengetragen und wo Sie sie finden.

Viele wissen, dass zum Verkauf einer Immobilie der Grundbuchauszug benötigt wird. Dort ist vermerkt, wer der Eigentümer ist und ob das Grundstück mit Schulden oder einer Hypothek belastet ist. Sie erhalten den Auszug aus dem Grundbuch beim Grundbuchamt.

Auch die Flurkarte ist wichtig. Sie ist der amtliche Nachweis für die Existenz eines Grundstücks. Darin findet man dessen Lage und Grenzen, die Bebauung sowie die Flur- und Flurstücknummer, die zur Identifizierung des Grundstücks dient. Für die Flurkarte ist das Katasteramt zuständig.

Ebenso notwendig sind die Baupläne. Dazu gehört auch die Baugenehmigungsurkunde, eine Baubeschreibung und bei neueren Gebäuden eine Abnahmebescheinigung. Den kompletten Satz Baupläne bekommen Sie beim Bauordnungsamt.

Interessenten Ihrer Immobilie ist auch die Berechnung der Wohn- und Nutzfläche wichtig. Manche möchten es ganz genau wissen und fragen nach dem Umbauter Raum (UR) beziehungsweise dem Brutto-Rauminhalt (BRI), also dem Volumen Ihres Objekts. Auch diese Angaben finden Sie beim Bauordnungsamt oder beim Architekten.

Gelegentlich denken Verkäufer nicht an den Auszug aus dem Baulastenverzeichnis. Hier sind die öffentlich-rechtlichen Verpflichtungen eines Grundstückseigentümers notiert. Dazu gehören zum Beispiel der Aufstellungsort der Mülltonnen oder bei An- oder Umbauten eine Abstandsfläche zum Nachbarn einzuhalten.

Pflicht ist ein Energieausweis. Fehlt der Energieausweis zur Besichtigung oder wird gegen die Vorgaben des Gesetzgebers verstoßen, drohen Bußgelder bis zu 15.000 Euro. Einen Energieausweis ausstellen, können in der Regel qualifizierte und zugelassene Fachleute wie Architekten, Ingenieure, Handwerksmeister mit entsprechender Zusatzausbildung oder Energieberater.

Außerdem benötigen Sie eine Aufstellung aller Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen und der Betriebskosten der letzten zwei Jahre, zum Beispiel Steuern und Versicherungen.

Im Falle von Mehrfamilienhäusern oder Eigentumswohnungen kommen Teilungserklärungen, Protokolle der letzten Eigentümerversammlungen und eventuelle Miet- oder Pachtverträge sowie der Nachweis über Wohn- und Nutzungsrechte hinzu. Diese Unterlagen erhalten Sie beim Grundbuchamt, der Hausverwaltung oder dem WEG-Verwalter.

Benötigen Sie Unterstützung bei der Organisation Ihrer Unterlagen? Möchten Sie, dass das jemand für Sie übernimmt? Kontaktieren Sie uns. Wir beraten Sie gern.

Foto: © drogatnev

Pop-up-Stores sind angesagt

Wer eine Leerstandsphase seiner Handelsflächen überbrücken möchte, für den lohnt es sich vielleicht, diese vorübergehend als Pop-up-Store zu vermieten. Der Trend dieser Kurzzeit-Läden hält weiter an. Jedoch sind nicht alle Nutzungsflächen dafür geeignet.

Pop-up-Stores sind Geschäfte, die für einen begrenzten Zeitraum Ladenflächen mieten. Für gewöhnlich handelt es sich hier um einige Wochen bis wenige Monate. So versuchen ausländische Firmen den deutschen Retail-Markt kennenzulernen. Oder es wird getestet, ob Produkte in einer bestimmten Geschäftslage angenommen werden. Sowohl große Online-Händler, als auch kleine Designer oder Hersteller von saisonalen Produkten finden Gefallen an diesem Modell.

Alles ohne viel Risiko. Falls das Konzept nicht den nötigen Zuspruch findet, die gewünschten Erwartungen nicht erfüllt werden, kann ein anderer Standort ausprobiert werden. Schlägt das Konzept ein, so kann vielleicht mit dem Vermieter ein klassischer Mietvertrag ausgehandelt oder in der Nachbarschaft ein Laden gemietet werden.

Für Vermieter und Mieter ist es sinnvoll abgespeckte Mietverträge abzuschließen, die nicht lange verhandelt werden müssen und beide Seiten nicht mehr Pflichten aufbürdet als nötig. Betriebskosten können hier beispielsweise als Pauschale abgerechnet werden. Allerdings sind nicht alle Ladenflächen für Pop-up-Stores geeignet. Vermieter in B- und C-Lagen sollten sich nicht darauf verlassen, dass sich damit ihre Vermietungsprobleme auf Dauer lösen lassen. Denn hauptsächlich sind trendige Nebenlagen gefragt mit einem experimentierfreudigen, jungen Publikum, das bereit ist, neue Produkte zu testen.

Die angebotenen Räume sollten möglichst flexibel in der Raumaufteilung und mit der nötigen Technik versehen sein, so dass die Nutzer mit geringen Kosten die Flächen mieten können. Denn Interessenten für Pop-up-Stores sind gewohnt in kurzen Zeiträumen zu agieren und haben kaum Zeit über Einbauten oder Renovierungen zu verhandeln, geschweige denn das nötige Geld dafür übrig. Deshalb kommen auch keine großen Fußgängerzonen in Frage, weil die Mieten für diese Zielgruppe viel zu hoch sind.
Den höheren Verwaltungsaufwand können Vermieter ausgleichen, indem sie für Kurzzeitverträge eine anteilig höhere Miete nehmen, die etwa zehn bis 20 Prozent über der Standardnettomiete liegen kann. Werden Flächen tageweise angeboten, ist der Mieter oft bereit, eine noch höhere Miete zu bezahlen, die 20 bis 40 Prozent über der üblichen Miete liegt.
Haben Sie auch Grundstücke oder Gewerbeeinheiten die sich für die Kurzzeitvermietung eignen? Kontaktieren Sie uns. Wir beraten Sie gern.

Foto: © monkeybusinessimages

Crowd Investment – Warum es sich lohnt

Spätestens seit dem Absturz des Bitcoinkurses steht fest: Kryptowährungen sind eine Risiko-Anlage. Crowd Investments hingegen sind nachhaltiger, werden immer beliebter und kreieren Win-Win-Situationen. Volker Wohlfarth, Geschäftsführer des Portals Zinsbaustein, erklärt, wie es funktioniert.

Interview von Jan Kricheldorf

Warum ist Crowd Investment in letzter Zeit eigentlich so attraktiv geworden?

Crowd Investment ermöglicht es Privatanlegern in eine Asset Klasse zu investieren, die bisher schlicht den großen oder institutionellen Anlegern vorbehalten war. Crowd Investment Plattformen schaffen einen einfachen Zugang und demokratisieren damit solche Anlageklassen.

Was genau ersteht man unter dem Begriff  „Asset Klassen“?

Vereinfacht gesagt, handelt es sich um eine Anlageklasse oder Geldanlage, die bisher vor allem sehr vermögenden Anlegern zur Verfügung stand. Diese so genannten Family Offices investieren Beträge zwischen 500.000 und fünf Millionen Euro in Immobilienprojekte. Sie erhalten dafür eine recht hohe Verzinsung. Unsere Aufgabe ist es dafür zu sorgen, dass auch kleinere Anleger in solche Projekte investieren können.  Und auf der anderen Seite verschaffen wir damit kreativen Projektentwicklern kontinuierlich die nötigen finanziellen Mittel, um ihre Eigenkapitalquote optimieren zu können. Denn eine Bank kann große Projekte lediglich anteilig finanzieren.

Den Rest muss man durch Eigenkapital einbringen?

Ja, genau. Und da kommt unsere Mezzanin-Finanzierung ins Spiel, indem sie die Lücke zwischen Eigenkapital und Fremdkapital abdeckt. Mit Fremdkapital wird das Kapital bezeichnet, das die Bank in Form eines Darlehens, dem sogenannten „Senior Loan“, zur Verfügung stellt. Unter Eigenkapital wiederum versteht man die Eigenmittel, die der Projektentwickler investiert. Unser Wirkungsfeld liegt genau dazwischen. Denn die Crowd stellt dem Projektentwickler ein zeitlich limitertes Darlehen zur Verfügung, mit dem das Eigenkapital ergänzt oder gar ersetzt werden kann. Die Frage, warum dennoch so viele Zinsen anfallen, bleibt und lässt sich mit einem Blick ins Grundbuch erklären: Die Bank ist hier mit einer sogenannten Erstrangmäßigkeit eingetragen. Wir hingegen sind nachrangig, weshalb auch die höheren Zinsen anfallen.

Das Risiko ist also für Ihr Unternehmen demnach höher?

Im Insolvenzfall trifft das zu, denn dann wird zunächst die Bank bedient, bevor das Mezzanin-Darlehen und schließlich das Eigenkapital berücksichtigt werden können.

Sie schließen zwar eine Lücke, aber da es sich um eine Risikoinvestition handelt, ist der Zinssatz entsprechend höher. Dadurch ist für die Crowd die Investition dann auch sehr attraktiv.

Grundsätzlich besteht ein Totalausfallrisiko, und aus gesetzlichen Gründen sind wir immer dazu verpflichtet, auf diesen Totalverlust hinzuweisen. Es ist aber so, dass Projekte und Immobilien relativ gut einschätzbar sind, je weiter das Projekt fortgeschritten ist. Wenn ich beispielsweise einem Projektentwickler ein Darlehen für den Erwerb eines Grundstücks geben würde, ohne dass ein konkretes Konzept für die weiteren Schritte vorliegt, ist das Risiko relativ hoch. In diesem Stadium sind noch viele Fragen nicht geklärt: Bekommt er die Baugenehmigung? Kann er da bauen? Stimmt alles mit dem Boden? Wir steigen deshalb immer zu einem sehr späten Zeitpunkt ein, wenn das Grundstück schon gekauft und die Anfangsphase erfolgreich abgeschlossen ist.

Warum wenden sich Projektentwickler sogar im laufenden Projekt an Sie?

Dadurch das mit dem Mezzanin-Kapital weniger Eigenkapital benötigt wird, ensteht mit den herausgelösten Eigenmitteln neuer Handlungsspielraum: Das nächste Grundstück kann gekauft oder die Kapitalstärke ergänzt werden. Es gibt aber auch Investoren, die steigen in einer sehr frühen Projektphase ein, möchten dann aber dafür nicht nur 10 oder 12 Prozent Verzinsung, sondern meistens auch einen Anteil am Gewinn haben.

Diese Projektentwickler erhalten dann auch ein Stück der Immobilie, werden demnach Mitbesitzer?

Sie werden nicht Mitbesitzer, sondern sie beteiligen sich vielmehr am Veräußerungsgewinn.

Wer entscheidet, ob das Projekt passt?

Wir arbeiten generell ausschließlich mit Entwicklern zusammen, die eine umfangreiche Erfahrung besitzen. Im persönlichen Gespräch und mithilfe unseres Kriterienkatalogs klären wir dann, welches Projekt wir gemeinsam machen. Alle relevanten Unterlagen werden von der Risikoabteilung überprüft. Dort wird auch darauf geachtet, ob es Verträge mit Generalunternehmen gibt und wie hoch die Einkaufskosten sind. Abschließend wird ein Investment Memo erstellt und unserem hochkarätig besetzten Investment-Komitee vorgeschlagen. Hat das Komitee die finale Freigabe erteilt, bereiten wir den Darlehensvertrag zwischen dem Projektentwickler und dem Crowdinvestor vor. Zudem reichen wir beim Bundesausschuss für Finanzen ein Vermögensinformationsblatt ein, in dem das ganze Projekt, der Projektentwickler sowie die Art des Darlehens vorgestellt werden. Aufsichtsrechtlich sind wir auf 2,5 Millionen Euro begrenzt. Der Bundesausschuss hat zehn Tage Zeit, um das Projekt freizugeben. Sobald die Freigabe erfolgt ist, sammeln wir Geld in Tranchen von 500 bis 10.000 Euro von den einzelnen Anlegern. Der Anleger überweist das Geld jeweils an unseren Treuhänder. Ist die Zielsumme erreicht, prüfen wir, ob der Entwickler mit dem Projekt die Auszahlungsvoraussetzungen erreicht hat. Wenn das der Fall ist, bekommt er das Geld überwiesen. Mit Beginn des Projekts bekommen die Anleger alle drei Monate ein Update. Die Laufzeit beträgt zwischen 12 und 36 Monaten. Wobei wir immer nochmal einen sechsmonatigen Sicherheitspuffer hinzufügen. Sprich, der Projektentwickler hat stets die Möglichkeit, sechs Monate vor Ablauf des Darlehens zu kündigen und zurückzuzahlen.

Im Prinzip kann man es sich vorstellen wie ein Förderprogramm, das privatwirtschaftlich organisiert ist?

Im Grunde ist es dazu da, um zusätzliches Kapital für Projekte zur Verfügung zu stellen, und das ist auch gut, da in Deutschland sowieso zu wenig gebaut wird. Wir haben schon Hotels und Pflegewohnheime mitfinanziert. Überall dort, wo eben ein hoher Bedarf besteht.

Sie müssen eine große Community von potenziellen Investoren aufgebaut haben, die dafür das Geld geben. Das ist nicht gerade leicht, oder?

Es ist nach wie vor ein Nischenprodukt, und es ist teuer und anstrengend, Investoren zu finden. Aber sobald die Menschen verstanden haben, wie einfach Crowdinvestment eigentlich funktioniert und wie qualitativ hochwertig wir sind, investieren sie immer wieder. Daher können wir auf sehr starke Wiederanlagequoten verweisen. Inzwischen sind es gut über 3000 Investoren, und mehr als die Hälfte investieren mehr als zweimal und in viele Projekte zur gleichen Zeit.

Fotos:

© AndreyPopov

© Volker Wohlfarth

Den richtigen Preis verhandeln

Den Wert einer Immobilie zu ermitteln, ist eine Sache. Den gewünschten Preis in einer Verhandlung mit dem potenziellen Käufer umzusetzen, eine ganz andere. Ist es besser einen zu hohen Preis anzugeben, um eine gute Verhandlungsbasis zu haben oder sollten Sie lieber klein ansetzen und hoffen, dass die Kaufinteressenten sich überbieten?

Bevor Sie in die Preisverhandlungen starten, ist es wichtig, dass Sie selbst genau wissen, wie viel Ihre Immobilie wert ist. Den Wert sollten Sie von einem Experten schätzen lassen, um ihn in einer Verhandlung souverän verteidigen zu können.

Bei der Herkules Advisors GmbH schauen wir uns eine Immobilie sehr genau an, bevor wir eine Markteinschätzung ausarbeiten. Insbesondere ob für die Immobilie eine Wertoptimierungsmöglichkeit vorhanden ist.

Bei Handelsimmobilien, macht es beispielsweise oft Sinn zu schauen, ob eine Verlängerung der Mietverträge angestrebt werden sollte. Wenn die Restlaufzeit der Mietverträge im Durschnitt 2 Jahre beträgt und man durch eine Verlängerung eine Durchschnittslaufzeit von 7 Jahre erreicht, bedeutet die eine deutliche Werterhöhung der Immobilie. Der Käufer kann somit eine deutlich bessere Finanzierung erhalten und dadurch einen höheren Kaufpreis erzielen.

Allerdings sollten Sie diesen Wert nicht als Verhandlungsbasis nehmen, sondern sich eine passende Preisstrategie überlegen. Eigentümer machen häufig den Fehler, den Preis zu hoch anzusetzen, um einen großen Verhandlungsspielraum zu haben. Diese Taktik ist jedoch problematisch, da ein zu hoher Preis das Angebot unseriös erscheinen lässt und Interessenten abschreckt. Aktuell ist die Nachfrage auf dem Immobilienmarkt sehr hoch. Deshalb bietet es sich viel eher an einen Verkaufswert zu wählen, der unter dem Realwert liegt und verschiedene Kaufinteressenten so zum Bieten bringt. Alternativ können Sie auch auf die Strategie des moderaten Preises setzen. Dieser liegt nur knapp über dem Realwert und wird somit als fair empfunden. Diese Strategie führt zu einer kurzen Verhandlungsdauer und einem Verkaufspreis, mit dem am Ende beide Parteien zufrieden sind.

Wir gehen immer einen Preisstrategie Palette durch mit unseren Kunden. Hier kann man sich im Markt sehr unterschiedlich positionieren. Das ist auch abhängig, in welcher Zeit Horizont, dass man gern seine Immobilie verkauft haben möchte.

Hat ein Eigentümer keinen Zeitdruck, kann er sich aggressiv am Markt positionieren. Das bedeutet man platziert eine Immobile im oberen Kaufpreissegment, gesehen an der berechneten Markteinschätzung. Dadurch lässt sich das Kaufpreisniveau des Marktes testen. Allerdings kann es durch aus sein, das man keine belastbaren Angebote erhält und ggf. den Kaufpreis nach unten reduzieren muss.

Möchte man jedoch kurzfristig den Verkauf seiner Immobilie vollziehen, sollte man sich mit einer genauen Marktpreiseinschätzung in den Verkaufsprozess begeben und sich eher im unteren Segment platzieren. Dabei muss man jedoch in Kauf nehmen, dass evtl. kein Kaufpreisspielraum vorhanden ist.

Wie in jeder Verhandlung ist es auch in der Verhandlung um den Immbolienpreis wichtig, selbstsicher aufzutreten. Oftmals greifen Kunden gezielt die Mängel an Ihrer Immobilie auf und hoffen, dadurch eine Senkung des Preises erzielen zu können. Deshalb sollten Sie alle möglichen Schwachstellen kennen und damit von Anfang an offen umgehen. So wird klar, dass Sie diese Mängel in Ihrer Preisberechnung bereits berücksichtigt haben. Für jemanden, der wenig Verhandlungserfahrung hat und sich zudem nicht besonders gut auf dem Immobilienmarkt auskennt, kann es mitunter schwierig sein, immer die richtigen Argumente zu bringen und sich nicht von den hartnäckigen Nachfragen der Kaufinteressenten aus dem Konzept bringen zu lassen.

Deshalb ist es meist sinnvoll, die Preisverhandlungen einem professionellen Markler zu überlassen, der genau weiß, wie er mit Käufern umgehen muss und bestens über den Markt informiert ist. Zudem ist schließlich auch eine gründliche Vorbereitung auf das Verhandlungssgespräch notwendig, für die die meisten Verkäufer im Alltag nur wenig Zeit haben.

Zum Abschluss ein sehr wesentlicher Punkt! „Viele Verkäufer beachten nicht, inwiefern eine ordnungsgemäße Dokumentation für ihre Verkaufsimmobilie vorhanden ist. Wir haben in den letzten 30 Jahren die Erfahrung gemacht, dass es sich auch für den Verkäufer lohnt, die Dokumentationsgrundlage prüfen zu lassen, bevor man den Verkaufsprozess in Gang setzt. Insbesondere bei Gewerbeimmobilien ist es ein sehr wesentliches Thema, das sehr oft zu spät adressiert wird. Eine gute Dokumentationsgrundlage bringt eine bessere Verhandlungsposition und am Ende des Tages – einen höheren Verkaufspreis“ so der Geschäftsführer der Herkules Advisors GmbH, René Ravn

Im Herkules Group beobachten wir das Immobilien Markt seit mehr als 30 Jahre als Profi. Dieser Erfahrung stehen Ihnen zur Verfügung bei ihrer naschte verkauf Ihre Immobilie. Für Sie machen wir gern den  beste Verhandlungsstrategie bei Ihrer verkauf Ihrer Immobilie. Kontaktieren Sie uns jetzt unverbindlich. Wir beraten Sie gerne.

Foto: © Andrew_Rybalko

Golf spielen in Glinde

“Jeder kann Golf spielen”

Gestern waren wir mit unserem Team auf dem Golf Gut Glinde und  hatten jede Menge Spaß.

Unsere Profis sind auf dem Platz gewesen und haben schnelle 9 Loch gespielt und der Rest durfte Abschläge üben und beim Putten eine Challenge spielen.

Ein riesen großes Dankeschön an unser Herkules-Team und an Golf Gut Glinde. Wir können diesen Golf Club nur empfehlen.