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Immobilienaktien als Frühindikator



Die Hamburger Agentur für Finanz- und Unternehmenskommunikation Kirchhoff Consult AG hat zum achten mal die neue Ausgabe des „Kirchhoff Stimmungsindikator Immobilienaktien“ veröffentlicht. Aktienmärkte implizieren Trends bereits sehr früh, denn Geld bzw. Aktien können schnell ihre Richtung anpassen und so als Frühsensoren für die „realen“ Branchen herangezogen werden.

Für die Studie wurden neben deutschen Immobilienanalysten auch Investor Relations Manager von börsennotierten Immobilienaktiengesellschaften um ihre Einschätzung gebeten.


Ein verhaltener Optimismus bestimmt den Trend

Das allgemeine Stimmungsbild ist verhalten optimistisch. Das ist bemerkenswert, weil das Marktumfeld von Experten als sehr anspruchsvoll eingeschätzt wird, insbesondere im Hinblick auf die stark gestiegenen Kapital-, Energie- und Materialkosten. Dabei werden perspektivisch den Assetklassen Wohnen, Logistik, Science Parks und Hotel die höchsten Wachstumschancen zugeschrieben.

Im Bereich der Gewerbeimmobilien lohnt der Blick ins Detail. Zwar ist im kurzfristigen Szenario der Stimmungsindikator noch bei -3,8 Punkte (gegenüber 2022: -9,1 Punkte) doch sehen die mittelfristigen Szenarien deutlich positiver aus. Bei Analysten erreicht der Wert 19,2 Punkte, was einer deutliche Steigerung gegenüber der letzten Erhebung mit -9,1 Punkten (H2 2022) entspricht. Bei Unternehmensvertretern erreichte der Wert 4,5 Punkte (H2 2022: 13,6 Punkte). So erwarten 38 Prozent der befragten Unternehmensvertreter steigende Aktienkurse von mindestens 5 Prozent innerhalb der nächsten 12 Monate.

Bei den Herausforderungen des Jahres 2023 überwiegen klar die steigenden Bau- und Zinskosten. Wie intensiv ein Unternehmen von diesen Faktoren betroffen ist, hängt vom Geschäftsmodell und dem jeweiligen Marktsegment ab. Nimmt man diese Zahlen als Basis für einen Blick auf die Realwirtschaft, so kann von einer baldigen Beruhigung mit eher positiven Entwicklungen noch in 2023 gesprochen werden.

Auch wir sehen in unseren Investorengesprächen, dass der Markt in Bewegung ist. Nach einer etwas ruhigeren Lage zu Ende des letzten Jahres wurden die veränderten Rahmenbedingungen aus Zinsen und Energiekosten sowie die “Erwartungskorridore” in den Immobilienbeständen neu bewertet. Neue und teilweise sehr interessante Objekte werden auf den Markt kommen. Nun heißt es, dabei noch stärker zu selektieren. Es wird auch Objekte geben, die mit Abschlägen rechnen müssen. Wer in volatilen Zeiten früh am Markt ist und die Chancen nutzt, wird zu den Gewinnern gehören. Nicht umsonst fängt der frühe Vogel den Wurm.

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